Download Biennial Report 2006 – 2007

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über „Feedback-Prozesse“ in aktiven Galaxien ist, haben
First Light for the AIP at the LBT
wir uns über Beobachtungen von Quasaren mit der Tech-
The first scientific observations with the still one-eyed
nik der Integralfeld- oder 3D-Spektroskopie genähert. Wir
LBT were performed in May and October 2007. For
fanden ausgedehnte Emissionslinienregionen mit Dimen-
this first observation period, the so-called Science
sionen der gesamten Muttergalaxie in knapp der Hälfte
Demonstration Time (SDT), specific targets were se-
unserer repräsentativen Stichprobe. Dabei erwies sich
lected to demonstrate the scientific power of this new
unsere Nachweismethode mit dem PMAS-Instrument
facility.
am Calar Alto 3,5 m-Teleskop als weitaus empfindlicher
The first SDT-observations for the AIP were ob-
als kurz zuvor veröffentlichte Aufnahmen einiger der glei-
tained in October 2007. The target was the field of
chen Quasare mit dem Hubble-Weltraumteleskop (siehe
the isolated neutron star RBS1774. The X-ray satellite
Abb. 4).
ROSAT conducted the first all-sky survey at soft X-ray
energies in 1990 and discovered about 130,000 new
„First Light” für das AIP am LBT
X-ray sources. Only seven of those, orders of magni-
Die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen mit dem
isolated neutron stars, whose observed radiation is fed
noch einäugigen LBT wurden im Mai und Oktober des Jah-
purely by their internal energy and thus show thermal
res 2007 durchgeführt. Für diese erste Beobachtungsphase
spectra. The great attraction of these stars is that they
in sog. Science Demonstration Time (SDT), wurden spezi-
allow direct inspection of a neutron star’s atmosphere.
elle Ziele ausgewählt, die in ihrer Breite die Leistungsfähig-
The current generation of large X-ray observatories
keit des neuen Teleskops veranschaulichen sollten.
(XMM-Newton and Chandra) are thus spending a
tude fewer than expected, turned out to be candidate
Für das AIP wurden die ersten SDT-Beobachtungen im
considerable fraction of their time investigating these
Oktober 2007 durchgeführt. Ziel dieser Beobachtungen
strange stars, termed the “Magnificent Seven”. Opti-
war des Feld des isolierten Neutronensterns RBS1774.
Der Röntgensatellit ROSAT hat während seiner halbjährigen Durchmusterung im Jahre 1990 am gesamten Himmel etwa 130.000 neue Röntgenquellen gefunden. Nur
sieben davon, um Größenordnungen weniger als erwartet, entpuppten sich als Kandidaten für isolierte Neutronensterne, deren Energiehaushalt wahrscheinlich allein
durch ihre innere Energie gespeist wird und die deshalb
thermische Spektren zeigen. Das große Interesse an diesen Sternen rührt daher, dass sie die einzigen sind, die
einen unverstellten Blick auf die Atmosphäre eines Neutronensterns erlauben und daher detaillierte Aufschlüsse
über Materie in Extremzuständen versprechen. Mit den
gegenwärtigen Röntgengroßobservatorien XMM-Newton und Chandra werden diese „Glorreichen Sieben“
derzeit intensiv untersucht. Optische Beobachtungen
sind wichtig, um z.B. die spektrale Energieverteilung im
gesamten elektromagnetischen Spektrum festzustellen,
sie sind aber wegen der extrem geringen Helligkeit dieser Sterne auch sehr schwierig. Optische Gegenstücke
konnten bislang für fünf dieser Sterne mit VLT, Keck,
Subaru und HST im Helligkeitsbereich m = 25,2-28,6
gefunden werden. Die vierstündigen Beobachtungen mit
LBT/LBC durch einen Blaufilter bei einer Grenzhelligkeit
mB ~ 28 zeigen tatsächlich ein lichtschwaches Objekt am
Ort der mit verschiedenen Observatorien detektierten
Röntgenquelle, aller Wahrscheinlichkeit nach ihr optisches Gegenstück. Das Objekt ist immer noch deutlich
heller als durch extrapolierte Röntgenspektralmodelle
vorhergesagt, die aufgrund der ersten AIP-LBT Beobachtungen revidiert werden müssen.
Fig. 4: Extracted narrow-band images showing the distribution of ionized
gas emitting the [OIII] oxygen emission line. Left-hand panels show our
observational data from PMAS; in several cases the line emission extends
outside the sampled region. Right-hand panels show narrow-band images
obtained with the Hubble Space Telescope. The much higher sensitivity of
the PMAS data is evident.
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